Entwicklung kleiner Bauernhöfe unter weiblichen Familienvorständen in ländlichen townships in Manzini, Swaziland

Die Salesianer Don Bosco sind schon seit 1954 aktiv in Manzini, Swaziland. Ihre Arbeit war und ist fokussiert auf die Bedürfnisse von Jugendlichen und deren Familien. Sie unterhalten Schulen, Heime für Straßenkinder und Weisen, Erziehungs- und Ausbildungsprogramme, Weiterbildungsprogramme, sowie soziale Kontakte und Programme für Kommunen.
Im Gegensatz zu anderen Teilen Afrikas leben Südafrikaner in Kleinsiedlungen anstatt in traditionellen Dörfern. Neben den meisten Siedlungen sind kleine Flächen zur landwirtschaftlichen Nutzung, die von Frauen unterhalten und gepflegt werden um ihre Familien zu ernähren. Diese kleinen Bauernhöfe sind ein großes ökonomisches Standbein in einer typischen Familie aus Swaziland. Aufgrund der hohen HIV/Aids Rate (38%) und dem großen Armutsproblem gibt es eine zunehmende Anzahl an Kindern, die entweder Weisen oder Opfer zerbrochener Familien sind. Das Auseinanderfallen von Familien geschieht meist durch unzureichende Sicherheit bezüglich Nahrung sowie einem Mangel an Möglichkeiten zur Finanzierung von Ausbildung oder medizinischer Hilfe. Es ist akzeptierte Realität, dass die afrikanischen Frauen das Rückgrat der Gesellschaft sind. Daher sollte die persönliche, akademische und ökonomische Ausbildung der Frauen zum Familienvorstand der erste Ansatz sein um die Probleme der Kinde und Jugendlichen zu lösen.

Zielgruppe:

6 arme weibliche Familienvorstände vom Land: Sie haben Vorkenntnisse im Gemüseanbau, haben ausreichende Grundkenntnisse in Lesen und Schreiben und können handeln. Die Frauen müssen in einer Siedlung leben, die Wasserzugang in den Behausungen hat. Andere direkt Begünstigte sind die Kinder der Frauen und andere Familienmitglieder. Die indirekte Zielgruppe sind die verschiedenen Kommunen, aus denen die Frauen stammen.

Ziele:

Arme weibliche Familienvorstände vom Land sollen die notwendige finanzielle und technische Unterstützung erhalten um lokale Produkte anzubauen, wovon langfristig ihre Familie und die Kommune profitieren. Sie sollen in der Lage sein, einen Teil ihres angebauten Gemüses auf dem lokalen Markt oder ihren Nachbarn zu verkaufen. Darüber hinaus sollen sie eine informelle Landwirtschafts-Vereinigung gründen. Die Entwicklung von Führungsqualitäten sollte in der ländlichen Gesellschaft unterstützt und motiviert werden. Die Frauen selbst sollen ihr Wissen, das sie auch in Training erhalten haben, mit anderen Frauen aus ihrer Kommune teilen.

Aktivitäten:

6 interessierte Frauen werden ausgewählt. Diese Frauen bekommen finanzielle Unterstützung um Samen und Werkzeuge für die Landarbeit zu kaufen. Innerhalb eines Jahres werden die Frauen in verschiedenen Workshops im Bewirtschaften von Feldern und dem Verkauf von Waren, auch technisch, trainiert. In der Zwischenzeit bereiten die Frauen das Land vor, kaufen Samen und pflanzen sie. Außerdem diskutieren sie in verschiedenen Treffen die Idee einer Vereinigung mit dem Dorfvorstand. Das Programm wird nach einem Jahr evaluiert. Am Ende des ersten Jahres sollte das Projekt weitergehen und sollte weiterhin die Nahrungsmittelbedürfnisse der Familien befriedigen und es den Frauen zusätzlich ermöglichen, einen Teil ihrer Ernte auf lokalen Märkten oder den Nachbarn zu verkaufen. Außerdem wird eine Vereinigung implementiert sein. Frauen aus der Gegend können mit Unterstützung des Dorfvorstandes in der Vereinigung Mitglied werden und zusammen den Erfolg und den Wohlstand der ganzen Kommune vorantreiben.